Die Bakterienwelt hat essentiellen Einfluss auf die Gesundheit von Boden, Pflanze, Mensch und Tier. Bakterien wirken nicht isoliert. Sie benötigen ihre Gemeinschaft, bestehend aus verschiedenen Bakterienarten. Nur in der abgestimmten Gemeinschaft können sie ihre Arbeit zur Erhaltung gesunden Lebens meistern. Alles Organische wird von Bakterien entscheidend mitgesteuert.

Was passiert mit den Bakterien im Boden?

Bakterien benötigen Vielfalt im Boden. Sie arbeiten am effektivsten in der Gruppe – mit anderen Bakterien anderer Gattungen zusammen ergeben sie ein funktionierendes Team, welches Leben fördert. Isolieren wir sie und verhindern ihre Vielfalt, so können sie nicht effektiv arbeiten.
Das Ausbringen von Pestiziden und gepflanzte Monokulturen bringen das natürliche Bakterienleben im Boden aus dem Gleichgewicht. Böden benötigen dieses jedoch, damit sie gesunde Pflanzen hervorbringen können. Stören wir bspw. das Bakteriengleichgewicht im Boden eines Feldes, so spüren wir dies in der Qualität der Pflanzen, die auf ihm wachsen. Gesundere Böden mit aktivem Bodenleben haben jedoch einen besseren Wasserhaushalt, eine verbesserte Bodenstruktur und besitzen eine größere Kapazität beim Nährstoffspeicher.

Am Ende sollte man bedenken, dass unsere Ernährung nur so gesund und nahrhaft sein kann, wie der Boden, auf dem der Rohstoff, die Pflanze wächst.

Dabei bieten vergemeinschaftete Mikroorganismen sowohl für die konventionelle als auch die biologische Landwirtschaft ökologische Lösungsmöglichkeiten, das Bakeriengleichgewicht im Boden wesentlich zu fördern und Pflanzen zu kräftigen.

Gilt dies auch für unseren Garten Zuhause?

Letztendlich lässt sich diese geschilderte Problematik auf jeden Lebensbereich beziehen. Setzen wir Düngemittel ein, halten wir jegliches „Unkraut“ fern und bauen „Steingärten“, so bringen wir das Bakteriengleichgewicht auch in unserem heimischen Garten durcheinander oder nehmen entscheidend Einfluss zulasten der mikrobiellen Vielfalt des Bodenlebens. Auch die Pflanzen können somit nicht gesund wachsen. Schädlinge sind nicht immer ein Problem des Schädlings an sich, denn dieser sucht sich lediglich einen Lebensraum, es ist vielmehr das Problem der Pflanze und des Bodens. Denn der Schädling findet immer dort einen Wohnraum, wo er ideal auf ihn abgestimmt ist. Zeigt die Pflanze Abbauprozesse, so erleichtert dies dem Schädling diese zu verstärken. Halten wir Boden und Pflanze gesund, so sucht sich der Schädling andere, für ihn leichtere Bereiche des Gartens oder in den Wäldern, wo er im Rahmen der Nahrungskette auch „gebraucht“ wird. Eine gesunde, kräftige Pflanze, welche aus einem gesunden Boden wächst, zieht diese Schädlinge vermindert an.
Optimal für ein natürlich vielfältiges Bodenleben ist bspw. eine Permakultur im Garten. Die Böden sind zudem im Rahmen des Prinzips ganzjährig bedeckt, um Feuchtigkeit zu halten und somit vor Austrocknung geschützt zu sein. Ein weiterer Vorteil der Permakultur ist, Pflanzen in Nachbarschaft zueinander zu setzen, die sich gegenseitig begünstigen. Dieses Zusammenspiel verbessert den Boden, die Pflanzen nehmen sich nicht gegenseitig die Nährstoffe aus dem Boden weg und halten sich möglicherweise sogar gegenseitig die Schädlinge fern.

Selbst eine abgestimmte Mischkultur hält den Garten aus den genannten Gründen gesund. Doch manchmal ist ein solches Konzept nicht das geeignete Mittel für den Anwender, um das Bodenleben zu fördern und das aus den verschiedensten Gründen – Balkon oder eingeschränkt sein auf Topfplanzen ist bspw. der naheliegenste.

Wofür benötige ich die vergemeinschafteten Mikroorganismen?

Ein bakterielles Ungleichgewicht im Boden, in oder auf der Pflanze spürt auch die Pflanze selbst. Der Einsatz von auf die Boden- und Pflanzenpflege abgestimmten Erzeugnisse mit vergemeinschafteten Mikroorganismen, kann dabei ganz natürlich helfen, bakterielles Ungleichgewicht vorzubeugen oder die Herstellung des Gleichgewichts, bspw. nach einer chemischen Behandlung, zu beschleunigen. Auch als reine Starthilfe für die Anlage eines neuen Beets oder für den Aufbau eines neuen Komposts können sie zu Beginn der Saison selbst in den gesunden, prächtigen Gärten eingesetzt werden.

„Durch eine gezielte Beimpfung mit Starterkulturen aus vergemeinschafteten Mikroorganismen von Böden und Pflanzen in Gärten, Obstquartieren und auf Ackerflächen wachsen Pflanzen gesünder und als qualitativ hochwertigere Lebens-, bzw. Futtermittel heran und halten sich als Erntegut länger. In Kombination mit einer ausreichend großen Menge an organischer Substanz, wie sie vielfach in der Garten- und Hauswirtschaft, aber auch im Landbau anfällt, lässt sich mit der Zeit der unverzichtbare Humusaufbau unserer Kulturböden mit vergemeinschafteten Mikroorganismen beschleunigen und nachhaltig stabilisieren. Pflanzen ernähren sich hauptsächlich über ihre Wurzeln auch von lebenden Einzellern, Bodenpilzen und Bodenbakterien. Dieser Vorgang wird wissenschaftlich Endozytose genannt. MikroVeda Mikroorganismen sind hierzu die ideale Futtergrundlage.“

Quellen:Pommeresche, Herwig: Humussphäre – Humus, ein Stoff oder ein System?. OLV Verlag, Xanten, 2. verbesserte und erweiterte Auflage 2018,Rateaver, Bargyla: Rateaver, Gylver: The Organic Method Primer. UPDATE, 1993; The Basics. 1994

Warum MikroVeda Mikroorganismen?

MikroVeda vermehrt die Bakterienstämme nicht einfach nur weiter. MikroVeda steht für bewährte Rezepturen aus jahrzehntelanger Erfahrung mit vergemeinschafteten Mikroorganismen. So stehen eine sanfte, abgestimmte Fermentation und die effektive Zusammenführung der Mikroorganismen für das jeweilige Anwendungsgebiet im Fokus. Unsere Zutaten sind Bio zertifiziert, schonend fermentiert und erfreuen zahlreiche Kunden – sowie Ihre Böden und Pflanzen – bereits seit vielen Jahren.

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